Geschichte des APD
Der Arbeitskreis Psychosomatische Dermatologie/Sektion der DDG - von den Anfängen:

Eine kleine engagierte Gruppe psychosomatisch interessierter Dermatologen fand sich erstmals1983 zusammen. Es entstand eine Arbeitsgruppe, die zum offiziellen Arbeitskreis wurde und am 6.7.1985 das erste Symposium „Seelische Faktoren bei Hautkrankheiten“ in Marburg ausrichtete.
Unter dem ambitionierten Einsatz von Frau Prof. I. Rechenberger (2004 verstorben), Herrn Prof. Bosse, Herrn Dr. U .Gieler, der sich später über die Psychosom. Dermatologie habilitierte, Frau Dr I. Eichert und sicher einigen anderen, die ich als eine, die kurz nach der Gründung dazukam, nicht mehr erinnere, vergrößerte sich die Runde rasch. Der kleine erste Kongress wurde getragen von U. Gieler, U.  Stangier, I. Eichert, C. Detig-Kohler, F. Schröpl, K. Bosse, P.Hünecke, W. Schultz-Amling, J. Widmaier, U. Wichmann, R. Ernst und G. Janasch. Von den Gründungsmitgliedern ist inzwischen niemand mehr im Vorstand, wiewohl J. Wehrmann, K.-M. Taube und auch ich selbst eigentlich noch zu den „Alten“ gehören und Prof. U. Gieler inzwischen auf europäischer Ebene in der ESDAP aktiv ist.
Ab ca. 1992 gab es regelmäßige Jahrestagungen in Gießen unter der Leitung von U. Gieler und seiner immer größer werdenden Arbeitsgruppe. Über Rundbriefe wurden die Mitglieder informiert. Es kamen Herbsttagungen an wechselnden Standorten dazu, es erfolgten Promotionsarbeiten und zahllose Publikationen, so dass auch nach außen hin deutlich wurde, dass die Psychosomatische Dermatologie flächendeckend in die klinische Arbeit integriert wurde..
Von Beginn an waren auch Psychologen und Psychiater Mitglieder, der Austausch mit nicht-ärztlichen Mitarbeitern aus der Pflege, Seelsorge, Sozialdienst etc. wurde zur Selbstverständlichkeit. Vorstandsvorsitzende waren U. Gieler über 18 Jahre (!), K.-M. Taube, der 1997 mit der Ausrichtung der ESDAP Tagung in Halle einen glanzvollen Höhepunkt setzte, Chr.-M. Höring und seit 2007 W. Harth. Eine zweite internationale Tagung konnte nochmals in Gießen ausgerichtet werden.
Die Tagungsthemen  sind kaum mehr aufzulisten - es seinen einige genannt: Körper und Emotion, Artefakt und Missbrauch, das hautkranke Kind, der alte Hautpatient, Ich und die Haut, Differentielle Therapieindikation, Hautkrankheiten und Intimität, Kosmetische Dermatologie, Leitlinien….. der APD brachte die Schulungsprogramme für Neurodermitiker und Psoriatiker mit auf den Weg, konnte für einige Jahre ein eigenes Jounal of Dermatology and Psychosomatics füllen, kooperierte mit dem Berufsverband und vertritt mit großer Geduld seit vielen Jahren die Notwendigkeit der psychosomatischen Dermatologie in der Facharztweiterbildung.
Durch eine stete Präsenz auf den vom jeweiligen Berufsverband ausgerichteten Tagungen waren und sind Psychologen, Psychosomatiker und „APD-ler“ im ständigen Austausch.

Dr. med. Christa-Maria Höring (verstorben: 25.Juni 2013) zur Geschichte des APD